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Italienische Praktikanten am Berufskolleg Viersen

Die Stadt Viersen verhalf zwei italienischen Ausstauschschülern des Berufskollegs Viersen spontan zu Praktikumsplätzen. Ein gelungener Auftakt für eine neue internationale Verbindung.

Den Stein ins Rollen brachte Frau Liliana Rossetti, die rührige Schulleiterin des Istituto Paritario “ Enrico Fermi “ in Castellanza. Frau Rosetti möchte das neusprachliche Gymnasium und die kaufmännische Berufsschule, die in ihrem Schulzentrum vereint sind, noch stärker internationalisieren.

Die Schüler/-innen dort sollen die Möglichkeit erhalten, an einem Auslandspraktikum teilzunehmen und ein internationales Zertifikat zu erwerben. Die Anfrage wurde vom Berufskolleg Viersen gerne aufgenommen, da es seit 2008  als ‚Europaschule in NRW‘ zertifiziert ist und dabei ist, sein noch recht junges Wirtschaftsgymnasium nach Europa zu öffnen.

Inwiefern ist diese Zusammenarbeit etwas Besonderes und inwiefern passt sie zu unseren Zielen?

Die Europaarbeit des Berufskollegs fußt bis jetzt auf zwei großen Säulen: bi- und multinationalen Projekten sowie Auslandsbetriebspraktika für Lerngruppen (z.B. Auszubildende im Elektrohandwerk nach Schweden, Tischler nach Frankreich).  Die Zusammenarbeit mit der italienischen Schule passt gut zu unserer neueren Zielsetzung, auch Praktika für einzelne Schüler zu ermöglichen, wobei wir uns sowohl als ‚Aufnahme-‚ als auch als ‚Entsendestation‘ verstehen. Wir haben im letzten Schuljahr bereits eine Schülerin des Wirtschaftsgymnasiums nach England und einen Schüler nach Frankreich geschickt und in der nächsten Woche wird wieder ein Gymnasiast nach Peterborough aufbrechen.

Wie stellen wir uns die weitere Zusammenarbeit mit der italienischen Schule vor?

Wir hoffen, die gute Zusammenarbeit mit der italienischen Schule fortsetzen zu können und in Zukunft Praktikanten/-innen austauschen zu können. Die italienische Schulleiterin schlug vor, an ihrer Schule Italienischkurse für Viersener Gäste einzurichten. Sie verfügt außerdem über gute Kontakte zu Unternehmen in ihrer Region. Wir werden diese Möglichkeiten in unserem Berufskolleg bekannt-machen und hoffen auf gute Resonanz bei den Schülerinnen und Schülern.

Was möchten wir besonders hervorheben?

Die Realisierung der Praktika war in der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit nur deshalb möglich, weil die beteiligten Personen sehr professionell gearbeitet und miteinander kommuniziert haben. Wir bedanken uns insbesondere bei Frau Kreuzer von der Wirtschaftsförderung und bei den beiden Betrieben, die die Praktikanten integriert und hervorragend betreut haben. Ein besonderer Dank gilt auch den Dülkener Gastfamilien, die sich kurzfristig zur Aufnahme der jungen Leute bereit erklärt hatten, als eine andere Familie ausgefallen war. Die Vermittlung dieser Gastfamilien war durch eine hilfreiche Kollegin des Erasmus-von-Rotterdam- Gymnasiums möglich geworden.

 

Förderung der grenzüberschreitenden Mobilität in der Berufsausbildung